DANUBEPARKS feierte erfolgreichen Projektabschluss
Seit 2009 bündeln die Donau-Schutzgebiete ihre Bemühungen in Naturschutz und Ökotourismus. Am 27. Februar wurde gemeinsam der offizielle Abschluss des ersten, von der EU geförderten Großprojektes begangen nicht ohne Ausblicke auf Kommendes zu geben!
Der Donaustrom stellt einen europaweit bedeutenden Naturraum und Hot Spot der Artenvielfalt dar. Die Donau-Schutzgebiete sind in ihrer Arbeit mit ähnlichen Herausforderungen und Fragestellungen konfrontiert. Bereits 2007 startete daher der Nationalpark Donau-Auen eine Initiative zur Gründung einer internationalen Plattform.
Der Aufbau von DANUBEPARKS – Netzwerk der Donau-Schutzgebiete erfolgte im Rahmen des EU-Förderprogrammes für die Europäische Territoriale Zusammenarbeit in Südosteuropa. Der Nationalpark Donau-Auen koordinierte seit dem Start des Projekts im Juni 2009 die gemeinsamen Aktivitäten, das Projekt endet mit März 2012.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit von 12 Schutzgebieten aus 8 Donauländern und ein Projektbudget von 2,7 Mio. € ermöglichten die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen in den Themenbereichen Lebensraummanagement und -vernetzung, Flussmorphologie und Revitalisierung, gemeinschaftlicher Artenschutz für Leitarten wie Seeadler oder Donaustöre, Monitoring und Wissenstransfer sowie Naturtourismus.
Die erarbeiteten Strategien und grenzübergreifende Managementpläne bilden nun eine Grundlage für die weitere Zusammenarbeit der Schutzgebiete. Mittlerweile umfasst das Netzwerk DANUBEPARKS 17 Schutzgebiets-Verwaltungen aus 9 Ländern. Die noch bestehenden Lücken sollen in den kommenden Jahren geschlossen und die Zusammenarbeit der Partner weiter intensiviert werden. In der 2011 vorgestellten EU-Strategie für den Donauraum wurde DANUBEPARKS als Beispielprojekt ausgewiesen. Dazu wurde vom Netzwerk der Donau-Schutzgebiete im vergangenen November DANUBEPARKS STEP 2.0 als Nachfolgeprojekt im EU-Förderprogramm ETC-SEE eingereicht, eine Entscheidung wird für Juni 2012 erwartet!
Doch zunächst wurde am 27. Februar das bislang Erreichte gebührend gefeiert: Im Naturhistorischen Museum Wien fanden sich über 120 TeilnehmerInnen zur großen DANUBEPARKS Abschluss-Veranstaltung ein.
Der Präsident der ICPDR – International Commission for the Protection of the Danube River, welche als Observer-Partner das Projekt begleitet hat, Wolfgang Stalzer lobte das Geleistete - nur länderübergreifend sei die Schutzarbeit erfolgreich möglich. Projektmanager Georg Frank stellte kurz die wichtigsten umgesetzten Maßnahmen der letzten drei Jahre vor - vom Seeadlerschutz bis zum Staff Exchange Programm.
Carl Manzano, Direktor des Nationalpark Donau-Auen und DANUBEPARKS Sprecher, betonte die gewachsene Partnerschaft der Schutzgebiets-Verwaltungen. Zum ersten Mal seien gemeinsame Herausforderungen und Probleme donauweit aufgegriffen, transnationale Strategien entwickelt und umgesetzt worden.
Den Statements folgten zwei Podiumsdiskussionen. Zum Thema Biodiversität an der Donau wurde erneut festgehalten, wie wichtig der Schutz der Lebensräume und die Dynamik der Donau sind – sie sichern letztlich die Artenvielfalt. Naturschutz und regionale Entwicklung können Hand in Hand gehen, sind sich die ExperInnen weiters einig. Im Bereich des Naturtourismus wird der Fokus weiterhin darauf gelegt, die Besonderheiten der Donau-Schutzgebiete heraus zu streichen und zu bewerben.
Als „Hausaufgabe“ und launige Erinnerung erhielten die Podiums-TeilnehmerInnen abschließend treffende Karikaturen zu Herausforderungen und Funktionen des Schutzgebiets-Netzwerks überreicht.
Auch zukünftig wird DANUBEPARKS die Stimme für die Natur der Donau sein!
Mehr zu DANUBEPARKS und zu kommenden Vorhaben: www.danubeparks.org
Rückfragen richten Sie bitte an:
Nationalpark Donau-Auen GmbH
Mag. Erika Dorn, Pressebetreuung
Tel.: 02212/ 3450-16, mobil: 0676/842235-26
e.dorn@donauauen.at
www.donauauen.at, www.facebook.com/donauauen
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